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aktualisiert: 20.01.2007
Chronik des Vereins für Deutsche Schäferhunde, der Grundorganisation (GO)
Glienicke Nachfolgend des Schönfließer Hundesportclubs (Schönfließer HSC)
01. März 1952
Die Chronik des Ortes Glienicke/Nordbahn sagt:
"Gründungsversammlung der Vereins für Deutsche Schäferhunde
mit 14 Mitgliedern im Lokal Waldesruh"
1. Vorsitzender wird Eberhard Heise.
Als Hundesportgelände wird dem Verein ein Grundstück in Glienicke,
Charlottenstraße vom Rat der Gemeinde zur Nutzung übergeben.
1952 - 1961
Die Organisationsformen für den Hundesport in der DDR werden ständig geändert.
Zuerst Schäferhundverein, dann Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB),
als das nicht klappte, Gesellschaft für Sport und Technik (GST).
Dieses hatte zur Folge, dass Massenaustritte aus dem Verein erfolgten.
Nun wurde der Hundesport dreigeteilt:
- Oberste Jagdbehörde - für alle Jagdhunde
- Verband der Kleintierzüchter und Kleingärtner (VKSK) - für alle Hunderassen; außer
-
Sektion Dienst - und Gebrauchshundewesen (SDG), die folgende Rassen betreute:
Deutscher Schäferhund ; Rottweiler ; Riesenschnauzer ; Deutscher Boxer ; Dobermann ;
Airedaleterrier ; Neufundländer und Landseer ; Deutsche Dogge und Dalmatiner ;
Collie ; Sheltie und Bobtail.
Langsam zog Ruhe in die Hundesportvereine ein und man konnte gezielt einen Sportbetrieb
aufbauen. Der Glienicker Verein hieß nun Grundorganisation (GO - Glienicke in der SDG).
01. April 1966
Drei neue, sehr aktive Sportsfreunde meldeten sich in der GO - Glienicke an.
Der Polizist Wilfried Gruschka aus Hohen Neuendorf, der 70 jährige, ehemalige
Schiffer Karl Rohde aus Schildow und der Tischlermeister Klaus Hankel aus Schildow.
Er hatte schon seit 1951 im Schäferhundverein Berlin-Pankow Erfahrungen in der Ausbildung
von Hunden gesammelt.
Wilfried Gruschka übernahm kurzzeitig (1971 - Mai 1972) den Vorsitz, wurde bei der Polizei
Diensthundeführer und stieg im Hundesport mit seinen Hunden über Kreismeisterschaften,
Bezirksmeisterschaften bis zur DDR-Meisterschaft auf.
Klaus Hankel wurde Mai 1972 zum 1. Vorsitzenden gewählt - diese Funktion hat er noch heute.
Sportfreund Hankel arbeitete mit einem Neufundländer - für den Hundesport eigentlich eine
ungeeignete Rasse.
Nachdem er bei den Kreismeisterschaften 1970 den 2. und 1971 den 3. Platz erreichte,
wurde er 1972 Kreismeister Oranienburg und Teilnehmer an den Bezirksmeisterschaften in
Potsdam der Schutzhunde und auch der Fährtenhunde. Im Jahre 1974 wurde Klaus Hankel außerdem
zum 1. Vorsitzenden der Kreisorganisation der SDG Oranienburg gewählt.
1968
Mehreren SED-Genossen missfiel der Hundesport in der Glienicker Chalottenstraße,
so dass die Hundesportler den Übungsplatz nach und nach verlassen mussten.
Man traf sich mal hier, mal dort, mal im Wald und mal auf dem Sportplatz. Also Heimatlos.
1972
Der Rat der Gemeinde Glienicke wies uns ein neues Gelände zu. Eine Müllkippe unter der
Hochspannungsleitung.
U N S E R J E T Z I G E S S P O R T G E L Ä N D E ! ! ! (auf Schönfließer Territorium?)
15. April 1972
Wilfried Gruschka und Klaus Hankel erhielten von der LPG "VII. Parteitag"
Schönfließ, vertreten durch den Vorsitzenden Hermann Sasse einen Pachtvertrag über
10 Jahre für dieses Gelände. Nun begann die große Aktion, ein Sportgelände für den
Hundesport aus einer verwahrlosten Mülllandschaft zu erstellen und auch noch unter der
Hochspannungsleitung. In Tausenden Handarbeitsstunden wurde ein vorbildliches Sportgelände
für den Hundesport geschaffen. Zuerst kein Dach über dem Kopf - jeder musste vor
Trainingsbeginn 100 Scherben sammeln und übergeben - noch heute müssen wir Scherben
aufsammeln. Dann konnten wir einen alten Bauwagenaufsatz und einen Holzbungalow erwerben.
Damit konnten wir unser "Heim" aufstellen.
20. Mai 1981
An jenem Tag, musste ein neuer, diesmal unbefristeter Nutzungsvertrag mit dem Rechtsträger
vereinbart werden. Der Vorsitzende Klaus Hankel der GO - Glienicke vereinbarte mit dem
Direktor des Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Oranienburg, Oberforstmeister Fischer,
eine unbefristete Nutzung der Fläche : Gemarkung Schönfließ, Flur 2, Flurstück 56 12 W
(Revier Mühlenbeck, Abt. 1203 b und WHB 7), zum Zweck der Ausübung des Hundesports.
Nachdem wir die Straßenfront eingezäunt hatten, übernahm es der Forstwirtschaftsbetrieb
den Rest mit einem Zaun zu versehen. Nun konnten wir auch an die Errichtung eines Gebäudes
denken. Wieder startete eine große Aktion - "Finanzen und andere Mittel für den Bau
eines Gebäudes".
Zuerst wurde noch ein Gerätehauschen aufgestellt, die Sportgeräte erneuert, ein Brunnen gebohrt.
Dann sammelten die Mitglieder Altstoffe, fuhren Sonderschichten im Stahlwerk Hennigsdorf,
spendeten Geld und Baustoffe. Der "Berliner Rundfunk" lud uns zur Sendung
"7 - 10 Spreeathen" ein - die Gage kam ebenfalls in den Spendentopf.
5. Mai 1983
Erteilung der Baugenehmigung.
6. Mai 1983
Erster Spatenstich und Fundamentlegung für unser Sportheim - Fertigstellung im Frühjahr 1984.
Seit 1981 unterhielt unser Verein freundschaftliche Beziehungen zu Hundesportlern
aus Melnik (CSSR), die in einem Freundschaftsvertrag manifestiert wurde. Ziel war es,
gemeinsam Erfahrungen austauschen und zwei Wettkämpfe im Jahr auszutragen.
Dieser Vertrag löste sich leider nach der politischen Wende 1989 auf.
Wegen der vorbildlichen Hundesportanlage wurde 1984 unser Hundesportplatz mit dem
Titel "Internationale Begegnungsstätte" vom Rat des Kreises Oranienburg
ausgezeichnet. Neben dem Vertrag mit den Melniker Hundesportlern, gab es noch
Vereinbarungen zu Zusammenarbeit mit der Jagdgesellschaft Summt- Elseneck Jagdkollektiv
Schönfließ, mit der Berliner GO - Berolina und dem Polizeiamt Oranienburg.
Auch unsere sportlichen Erfolge konnten sich sehen lassen.
Wir traten bei Kreismeisterschaften, Pokalkämpfen, nationalen und internationalen
Wettkämpfen und Ausstellungen mit vorderen Plätzen in Erscheinung.
November 1989
Mit der politischen Wende gab es im Hundesport erst mal einen derben Rückschlag. Von den
damals 35 Mitgliedern blieben nur noch zwei, der Vorsitzende Klaus Hankel und der
Älteste Harry Hasse übrig. Beide hatten alle Hände voll zu tun, den Platz, gegen die
gierigen Versuche einiger Westberliner Vereine, für den regionalen Hundesport zu erhalten.
März 1990
Der Vorsitzende Klaus Hankel war maßgeblich daran beteiligt einen Dachverband für die,
auf dem Gebiet der ehemaligen DDR verbliebenen SDG Hundesportler zu gründen. So wurde
im März 1990 in Königswusterhausen der Landsverband Berlin - Brandenburg des Schutz- und
Gebrauchshunde Sportverband (SGSV) aus der Taufe gehoben. Sportfreund Klaus Hankel wurde
zum 2. Vorsitzenden gewählt - musste aber schon ab Herbst 1990 die Funktion des
1. Vorsitzenden ausüben. Auch bei den Neuwahlen 2001 wurde er wieder in seiner Funktion
bestätigt.
1990 - 1994
Langsam festigt sich der Hundesport im Glienicker Hundesportverein.
Wir sind nun wieder 42 Mitglieder.
Neue Sportarten finden Eingang in unser Programm. Wieder muss gebaut werden.
Eine Bahn für Hindernisläufe, eine für Slalom und eine Bahn für Hürdenläufe.
Ein Parcours für die Agilitysportler und andere neue Hindernisse. Die Anlage wird
weiter verschönert.
Nachdem der Ort Glienicke sich für den Verein nicht mehr zuständig fühlte, wohl aber
die Schönfließer Bürgermeisterin und verstärkt ihr Nachfolger Herr Brietzke, der uns
seine volle Unterstützung zusicherte, reifte der Endschluss den Verein in das
Vereinsregister des Amtsgericht Oranienburg eintragen zu lassen und zugleich den Namen
zu ändern.
15. März 1996
Eingetragener Verein beim Amtsgericht Oranienburg unter der Nummer 546
"Schönfließer Hunde Sport Club e.V." (Schönfließer HSC).
Zur Zeit: unser Verein hat derzeit 120 Mitglieder und zählt damit zu den größten
Vereinen in Berlin-Brandenburg. Unsere Mitglieder betreiben Hundesport in vielen
unterschiedlichen Sparten: Agilitysport bis zur Teilnahme an Weltmeisterschaften,
Turnierhundesport mit dem Ziel, sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren,
Schutz- und Fährtenhundesport, Ausbildung zum Begleit- und Wachhund. Auch ganz neue
Sportarten, wie Obedience (Gehorsam) werden bei uns Einzug halten.
Weiterhin geben wir Hilfe und Unterstützung für Nichtmitglieder zur Erlangung
des "Hundeführerscheins" und bieten Welpenspiel und Junghundstunden an.
Neben dieser Unterstützung für Nichtmitglieder, bemühen wir uns im Bereich der
Öffentlichkeitsarbeit, der Bevölkerung zu zeigen worin unsere Hundesporttätigkeit besteht.
So war es für uns ein Höhepunkt, am 24.Juni 2000 und am 25. Juni 2000 zur 730-Jahrfeier
des Ortes Schönfließ, unser Können unter Beweis zu stellen. An beiden Tagen hatten wir
die Möglichkeit, auf dem Festplatz eine Vorführung zu gestallten, die die Zuschauer
begeisterte und einen Informationsstand, Rund um den Hund zu betreiben.
Durch die Massen der Hundesportinteressierten muss der Platz 7 Tage in der Woche voll
genutzt werden. Wir sehen also, die getätigte Arbeit und die immer verbissene Ausdauer
und Liebe zum Hundesport all derer, die in diesem Verein Mitglied sind oder waren,
hat sich gelohnt.
Als besondere Anerkennung, auch für die Arbeit im Schönfließer HSC, wurde der
Sportfreund Klaus Hankel am 13.Februar 1999 zum Ehrenmitglied des
Schutz-und Gebrauchshunde Sport Verband e.V. ernannt.
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